„Die NASA verändert alte Temperaturdaten und fälscht damit die Erderwärmung“
Temperaturreihen werden tatsächlich methodisch aufbereitet und bei verbesserten Verfahren neu ausgewertet. Daraus folgt keine Fälschung. Veränderungen von Messorten, Geräten oder Beobachtungszeiten können sonst künstliche Sprünge erzeugen. Eine konkrete Korrektur sollte anhand dokumentierter Methoden und Auswirkungen geprüft werden, statt jede Bearbeitung mit Betrug gleichzusetzen.
01Das kannst du sagen
DEINE WORTE. DEIN STIL.Ja, historische Temperaturreihen werden korrigiert, etwa wegen veränderter Messbedingungen. Das ist nicht automatisch Fälschung. Entscheidend ist, ob Gründe, Verfahren und Auswirkungen nachvollziehbar sind. Eine konkrete Anpassung muss man prüfen, nicht nur ihre Existenz.
02Wie die Aussage funktioniert
Tippe auf die markierten Formulierungen. Ein sprachliches Muster allein sagt noch nichts über die Absicht einer Person.
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03Was sagen die Fakten?
Messbedingungen bleiben nicht gleich
Lange Temperaturreihen entstehen nicht unter über Jahrzehnte vollkommen unveränderten Bedingungen. Stationen können umziehen, Geräte werden ersetzt und Beobachtungszeiten ändern sich. Solche Wechsel können Unterschiede erzeugen, die kein tatsächlicher Klimatrend sind. Die NASA erläutert deshalb die Qualitätsprüfung und Angleichung von Reihen. Eine sachgerechte Auswertung versucht, vergleichbare Größen herzustellen. Das bedeutet nicht, dass jede einzelne Anpassung automatisch richtig wäre; es erklärt, warum die Forderung nach grundsätzlich unveränderten Rohdaten allein keine zuverlässige Klimaanalyse ergibt.
Korrekturen sind überprüfbare Methoden
Die GISTEMP-Dokumentation beschreibt Datenquellen, Verfahrensschritte und den Umgang mit nicht klimatischen Einflüssen. Damit lassen sich konkrete Fragen stellen: Welche Station und Version werden verglichen? Welcher Bruch wurde erkannt? Was ändert sich lokal und was im globalen Mittel? Diese Ebenen sind nicht austauschbar. Eine auffällige Änderung einer einzelnen Station belegt keine beliebige Änderung der weltweiten Temperaturentwicklung. Methodenkritik wird belastbar, wenn sie den tatsächlichen Verarbeitungsschritt und seine Folgen nachvollziehbar untersucht.
Bearbeitung erzeugt nicht automatisch Erwärmung
Die Richtung und Größe von Korrekturen hängt vom jeweiligen Messproblem ab. Die NASA zeigt, dass Anpassungen keine pauschale Regel „alle alten Werte kälter, alle neuen wärmer“ sind. Unterschiedliche Auswertungen werden zudem miteinander verglichen. Der BR-Faktencheck zu einem erneut verbreiteten Vorwurf erläutert, warum selektive Gegenüberstellungen von Datenständen keinen Fälschungsnachweis liefern. Ein überzeugender Einwand müsste die behauptete Verzerrung quantifizieren und zeigen, warum die dokumentierte Korrektur unberechtigt ist, statt lediglich auf geänderte Zahlen hinzuweisen.
30-SEKUNDEN-WISSEN
Das bleibt hängen.
- Historische Messreihen können durch veränderte Orte, Instrumente und Messzeiten nicht klimatische Sprünge enthalten.
- Methodisch begründete Anpassung ist nicht automatisch Fälschung; Ausgangsdaten, Verfahren und Folgen sind zu prüfen.
- Eine geänderte Einzelstation und ein globaler Temperaturtrend sind unterschiedliche Auswertungsebenen.
04„Ja, aber …“
Wenn das Gespräch hier weitergeht.
„Die Rohdaten wären doch wenigstens ehrlich.“+
Rohdaten sind wichtig und sollten nachvollziehbar bleiben. Sie können aber Messfehler und Änderungen der Bedingungen enthalten. Ehrlichkeit heißt deshalb, Ausgangsdaten und Korrekturen transparent zu machen, nicht bekannte Verzerrungen unverändert in eine Langzeitrechnung zu übernehmen.
„Dann kann man sich mit Korrekturen jedes Ergebnis bauen.“+
Missbrauch ist prinzipiell möglich und muss kontrolliert werden. Das beweist aber keinen konkreten Missbrauch. Deshalb zählen dokumentierte Verfahren, Vergleiche verschiedener Auswertungen und nachvollziehbare Kritik an einzelnen Schritten. Ein pauschaler Vorwurf ersetzt diese Überprüfung nicht.
05Prüf es selbst.
Die Bewertung gilt für diese konkrete Formulierung. Sie ersetzt keine Beurteilung ähnlicher Aussagen oder einzelner Personen.
- 01NASA
The Raw Truth on Global Temperature Records
Gründe, Beispiele und Richtung methodischer Temperaturanpassungen.
Veröffentlicht: 25.3.2021 · Abgerufen: 8.10.2026 - 02NASA Goddard Institute for Space Studies
GISTEMP: Frequently Asked Questions
Dokumentation der Temperaturauswertung und ihrer Methoden.
Veröffentlicht: Ohne eindeutig ausgewiesenes Veröffentlichungsdatum · Abgerufen: 8.10.2026 - 03Bayerischer Rundfunk
#Faktenfuchs: Nein, die NASA hat die Klimadaten nicht verfälscht
Prüfung eines erneut verbreiteten Vorwurfs anhand unterschiedlicher Datenstände.
Veröffentlicht: 4.4.2025 · Abgerufen: 8.10.2026
Warum diese Aussage? Verbreitung & Kontext +
Der Bayerische Rundfunk prüfte 2025 einen erneut verbreiteten Vorwurf, der auf ältere Blogbeiträge und Vergleiche verschiedener NASA-Datenstände zurückging. Dieses öffentlich dokumentierte Motiv wird ohne Behauptung einer repräsentativen Facebook- oder X-Reichweite ausgewählt.
- #Faktenfuchs: Nein, die NASA hat die Klimadaten nicht verfälscht Bayerischer Rundfunk · 4.4.2025
Die Belege dokumentieren konkrete Beispiele. Sie sind keine repräsentative Messung der heutigen Verbreitung. Die sachliche Bewertung steht mit ihren Belegen oben.
Quellen werden erst beim Anklicken extern geöffnet. Veröffentlichungen können sich ändern. Redaktioneller Prüfstand: 8.10.2026.