„Dunkelflauten beweisen, dass ein Stromsystem mit erneuerbaren Energien grundsätzlich unmöglich ist“
Zeiten mit wenig Wind und Sonne sind eine reale Herausforderung. Sie müssen im Gesamtsystem mit geeigneter gesicherter Leistung, Speichern, Netzen und flexibler Nachfrage eingeplant werden. Studien zur erneuerbaren Versorgung berücksichtigen solche Anforderungen; ihre technische Möglichkeit bedeutet nicht, dass die nötige Infrastruktur bereits vollständig gebaut ist.
01Das kannst du sagen
DEINE WORTE. DEIN STIL.Dunkelflauten zeigen, dass Wind und Sonne allein nicht jederzeit ausreichen. Sie beweisen nicht, dass ein System mit Speichern, Netzen und geeigneten ergänzenden Anlagen unmöglich wäre.
02Wie die Aussage funktioniert
Tippe auf die markierten Formulierungen. Ein sprachliches Muster allein sagt noch nichts über die Absicht einer Person.
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03Was sagen die Fakten?
Die Schwankung gehört in die Planung
Wind- und Solarstrom verändern sich mit dem Wetter und der Tageszeit. Das UBA beschreibt deshalb Speicher und weitere Flexibilitätsoptionen als Bestandteile eines veränderten Stromsystems. Die relevante Frage lautet nicht, ob Schwankungen existieren, sondern ob Erzeugung, Nachfrage und verfügbare Ausgleichsmöglichkeiten in kritischen Zeiten zusammenpassen.
Nicht jeder Speicher löst jede Aufgabe
Batterien, Pumpspeicher und chemische Energieträger unterscheiden sich in Energieinhalt, Leistung, Verlusten und geeigneten Einsatzzeiten. Ein kleiner Speicher kann eine kurze Verschiebung leisten, ohne damit eine lange regionale Knappheit abzudecken. Die pauschale Antwort „einfach Batterien“ wäre deshalb genauso unzureichend wie die Behauptung grundsätzlicher Unmöglichkeit.
Szenarien haben Voraussetzungen
Das UBA verweist auf Studien zur weitgehenden beziehungsweise vollständigen erneuerbaren Versorgung. Solche Ergebnisse setzen konkrete Anlagen, Infrastruktur und Betriebsweisen voraus. Sie beschreiben mögliche Systeme, keine automatische Zukunft und keinen Nachweis eines bereits fertig ausgebauten Bestands. Kritik sollte die Annahmen und Umsetzung prüfen, statt lediglich eine Dunkelflaute zu zeigen.
30-SEKUNDEN-WISSEN
Das bleibt hängen.
- Wetterabhängige Erzeugung braucht ein vollständiges Ausgleichssystem.
- Leistung, Energiemenge und Speicherdauer sind verschiedene Anforderungen.
- Ein mögliches Szenario ist keine Garantie für rechtzeitige Umsetzung.
04„Ja, aber …“
Wenn das Gespräch hier weitergeht.
„Aber in dieser Woche lief fast keine Windkraft.“+
Dann muss man die tatsächlich verfügbare restliche Versorgung betrachten. Der Befund ist wichtig für Planung und Betrieb, beantwortet allein aber nicht die technische Möglichkeit jedes zukünftigen Systems.
„Dann ist die Versorgung also garantiert.“+
Nein. Infrastruktur muss geplant, gebaut und zuverlässig betrieben werden. Ein technischer Lösungsweg ersetzt keinen Nachweis, dass Kapazitäten und Netze zum benötigten Zeitpunkt ausreichen.
05Prüf es selbst.
Die Bewertung gilt für diese konkrete Formulierung. Sie ersetzt keine Beurteilung ähnlicher Aussagen oder einzelner Personen.
- 01Umweltbundesamt
Stromspeicher
Speicherarten, Verluste und unterschiedliche Zeiträume für Systemflexibilität.
Veröffentlicht: 23.3.2026 · Abgerufen: 8.10.2026 - 02Umweltbundesamt
Eine Komplettversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien: ist das möglich?
Studien zur Systemversorgung mit Ausbau, Vernetzung und Flexibilität; keine Behauptung bereits fertiger Infrastruktur.
Veröffentlicht: Ohne ausgewiesenes Datum · Abgerufen: 8.10.2026
Warum diese Aussage? Verbreitung & Kontext +
Redaktionell formulierte Zuspitzung einer anhand der verlinkten Fachquellen prüfbaren Behauptung. Es wird damit weder ein bestimmter Social-Media-Beitrag noch eine gemessene aktuelle Verbreitung behauptet.
Die Belege dokumentieren konkrete Beispiele. Sie sind keine repräsentative Messung der heutigen Verbreitung. Die sachliche Bewertung steht mit ihren Belegen oben.
Quellen werden erst beim Anklicken extern geöffnet. Veröffentlichungen können sich ändern. Redaktioneller Prüfstand: 8.10.2026.