„Am 8. Mai 2024 projizierten Hacker ein Sowjetbanner auf das Brandenburger Tor“
Die verbreiteten Aufnahmen sind grafisch manipuliert. Die Berliner Polizei widersprach der behaupteten Aktion. Mehrere Ansichten desselben Motivs sind kein unabhängiger Beweis, wenn die Darstellungen widersprüchliche Details enthalten.
01Das kannst du sagen
DEINE WORTE. DEIN STIL.Die Aufnahmen des Sowjetbanners am Brandenburger Tor sind gefälscht. Die Berliner Polizei widersprach der behaupteten Aktion vom Mai 2024.
02Wie die Aussage funktioniert
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03Was sagen die Fakten?
Eine erfundene öffentliche Aktion
Im Mai 2024 verbreiteten mehrere Beiträge Bilder und Videos einer angeblichen Projektion auf das Brandenburger Tor. CORRECTIV fragte bei der Berliner Polizei nach. Sie erklärte auf Grundlage ihrer Informationen, dass die Darstellungen optisch beziehungsweise grafisch gefälscht seien. Der behauptete Hack war damit nicht belegt.
Was der Bildvergleich zeigt
Die Prüfung von Delfi und Provereno fand unter anderem unterschiedliche Positionen der projizierten Schrift zwischen Aufnahmen. Auch sichtbare Umgebungsdetails passten nicht zum behaupteten Zeitpunkt. Das sind konkrete Vergleichspunkte, die über ein bloßes Gefühl hinausgehen, ein Bild sehe merkwürdig aus.
Symbolwirkung und Urheberschaft
Das Motiv verbindet ein bekanntes Berliner Wahrzeichen mit sowjetischer Siegeserinnerung. Diese politische Bedeutung erklärt, warum der angebliche Vorfall Interesse auslöst, beweist aber weder die Aktion noch die Identität ihrer Erfinder. Die Karte benennt eine Bildfälschung und schreibt sie keiner unbewiesenen konkreten Stelle zu.
30-SEKUNDEN-WISSEN
Das bleibt hängen.
- Die Polizei bezeichnete die Aufnahmen als grafisch gefälscht.
- Schriftpositionen und Umgebungsdetails liefern zusätzliche Prüfhinweise.
- Die Fälschung beweist keine bestimmte Urheberschaft.
04„Ja, aber …“
Wenn das Gespräch hier weitergeht.
„Es gibt doch Fotos aus mehreren Richtungen.“+
Mehrere Blickwinkel wären hilfreich, wenn sie unabhängig und konsistent sind. Hier fallen Unterschiede in der angeblichen Projektion auf. Dieselbe bearbeitete Geschichte kann in mehreren Dateien erscheinen, ohne dass das Ereignis stattgefunden hat.
„Die Polizei will so einen peinlichen Hack bestimmt verschweigen.“+
Ein vermutetes Motiv widerlegt weder die Bildwidersprüche noch liefert es ein authentisches Foto. Wenn wir der Auskunft misstrauen, brauchen wir konkrete Gegenbelege. Das Dementi selbst als Beweis für den Hack zu behandeln, macht die Behauptung unprüfbar.
05Prüf es selbst.
Die Bewertung gilt für diese konkrete Formulierung. Sie ersetzt keine Beurteilung ähnlicher Aussagen oder einzelner Personen.
- 01CORRECTIV
Aufnahmen von Sowjet-Banner an Brandenburger Tor sind gefälscht
Dokumentiert im Mai 2024 verbreitete Bildfälschung und konkrete Antwort der Berliner Polizei.
Veröffentlicht: 14.5.2024 · Abgerufen: 8.10.2026 - 02Delfi / Provereno
Wurde in der Nacht zum 8. Mai das Siegesbanner auf das Brandenburger Tor projiziert?
Bildvergleich und eigene Polizeiauskunft; dokumentiert auch Widerlegung durch Ruptly.
Veröffentlicht: 10.5.2024 · Abgerufen: 8.10.2026
Warum diese Aussage? Verbreitung & Kontext +
Dokumentierter Einzelfall: Dokumentiert im Mai 2024 verbreitete Bildfälschung und konkrete Antwort der Berliner Polizei. Die Karte behauptet keine darüber hinausgehende aktuelle Reichweite.
- Aufnahmen von Sowjet-Banner an Brandenburger Tor sind gefälscht CORRECTIV · 14.5.2024
Die Belege dokumentieren konkrete Beispiele. Sie sind keine repräsentative Messung der heutigen Verbreitung. Die sachliche Bewertung steht mit ihren Belegen oben.
Quellen werden erst beim Anklicken extern geöffnet. Veröffentlichungen können sich ändern. Redaktioneller Prüfstand: 8.10.2026.